
– ROTE EMMA
Das Projekt Rote Emma ist eines der bedeutendsten Wohnbauprojekte Wiens der letzten Jahre. Die ARGE Gerner Gerner Plus und AllesWirdGut gewannen 2020 den Bauträgerwettbewerb mit dem 1. Preis. Seit März 2026 ist das Quartier fertiggestellt.
Die Rote Emma ist eine Erdäpfelsorte. Angelehnt an seine rotschalige Namensgeberin, die hier einst zu ebener Erde kultiviert wurde, rückt das Konzept des Wohnquartiers im 22. Wiener Gemeindebezirk, Attemsgasse 11, Kagran/Donaustadt die regionale und soziale Verwurzelung in den Fokus.
Im Schaffen von gendersensibler und alltagsgerechter Wohnqualität speist sich das als bewegtes Quartier geplante Projekt aus drei Kernideen: Erstens sieht der Entwurf vor, die Trakttiefe sämtlicher Baukörper so zu reduzieren, dass jede der dadurch breiteren kompakten Wohneinheiten eine größere Fassade bekommt, an der im Inneren wiederum ein flexibel nutzbares Bonuszimmer eingezogen werden kann. Zweitens werden Balkone in der Roten Emma stets als vollwertige grüne Räume im Freien ausgebaut, die die eigenen vier Wände durch Windschutzwand und Pflanztrog bestmöglich in den Außenbereich verlängern. Drittens werden im Erdgeschoß barrierefreie Bereiche geschaffen, die durch vielfältige kulturelle, soziale und kommerzielle Angebote einen wertvollen Beitrag zum städtischen Miteinander in Wien leisten.
Zusätzlich zu öffentlichen Einrichtungen wie der lokalen Volkshochschule, einem Kindergarten, einem Veranstaltungszentrum oder einem Blumen- und Lebensmittelgeschäft beherbergt die durchgängig mit einer Geschoßhöhe von vier Metern ausgeführte Sockelzone für die Bewohnerinnen und Bewohner auch gemeinschaftlich nutzbare Räume mit Waschgelegenheit und Freiflächenbezug.
Jede Etage der schlanken Baukörper in Holz-Hybrid-Bauweise verfügt außerdem über einen kollektiv nutzbaren Multifunktionsraum sowie über einen separat anmietbaren Coworking Space. Ganz oben wiederum befinden sich allgemein zugängliche Dachgärten, die sich in Typologie und Nutzung an der lokalen Landwirtschaft orientieren und die verbaute Fläche vollumfänglich ausgleichen. Die Pergolen mit Photovoltaikanlagen bieten witterungsgeschützte Rückzugsorte und Möglichkeiten zum Gärtnern: Was hier mit Grauwasser gegossen wird, kann im Erdgeschoß später sozial nachhaltig verkauft werden.
Mit 360 geförderten Mietwohnungen, einem Investitionsvolumen von rund 90 Mio. Euro und einer Holz-Hybrid-Konstruktion, die zu den ersten großvolumigen dieser Art in Österreich zählt, setzt die Rote Emma in der Attemsgasse, Kagran/Donaustadt, einen nachhaltigen Maßstab für den Wiener Wohnbau.
So ist sie also, die Rote Emma: umweltsensibel, naturverbunden, geerdet.
- ArchitekturARGE Gerner Gerner Plus AllesWirdGut
- Team WettbewerbOliver Gerner
Lydia Hutter
Michael Doppler
Julian Lichtmannegger
Joachim Baliko - Projekt TeamJulia Haranza
Marilies Wedl
Mario Bauer
Daniela Podpera
Hanna Ernstbrunner
Thomas Santner
Zoltan Adorjani
Herta Frischenschlager - Wettbewerb2020 - 1.Preis
- Baubeginn2022
- AuftraggeberBWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft und MIGRA Gemeinnützige Wohnungsges.m.b.H.
- BGF37.270 m²
- Wohneinheiten360 + KiGa + VHS + Verbrauchermarkt
- LandschaftsplanungCarla Lo Landschaftsarchitektur, Wien
- Bauphysik & BrandschutzplanungRöhrer, Wien
- Elektro- , Haustechnik-, & TragwerksplanungDr. Ronald Mischek ZT GmbH, Wien
- Soziale NachhaltigkeitSonja Gruber
- Bilder tschinkersten fotografie
- VisualisierungARGE Gerner Gerner Plus AllesWirdGut
- Modellmattweiss










